3x Events an drei Tagen - Riesengaudi beim FV

3xfrängisch Flaggenfoto kleinNeben seiner eigenen Veranstaltung am 1.5.2015 "3x frängisch g'lachd" mit an die 600 Besucher, unterstütze der FV in seiner Eventhalle auch die Konzerte der Marktgemeinde am 30.4.2015 (Randy Crawford & Trio) und am 2.5.2015 (Gentlemen & the Evolution). Es waren rundum 2.500 begeisterte Gäste.

Dreimal frängisch g’lachd“ – Ein Abend ganz im Zeichen fränkischen Humors

An die 600 Besucher, Sponsoren, Helfer und Ehrengäste erlebten einen wundervollen fränkischen Abend.

Der Vorstand bedankt sich zu Beginn des Konzertes bei allen Helfern und Helferinnen des FVs. Stellvertretend hierfür wurden Frau und Herrn Felßner auf die Bühne gebeten, die für die gelungene Organisation, neben Jürgen Seifert, mit hauptverantwortlich waren.

Ehrung Felsssner

alleHelmhagen1Schamberger2Peterlesboum3

 Von ihren Einzelauftritten kennen sie die allermeisten – aber alle drei zusammen vereint bei ein und derselben Veranstaltung, das gab es noch nie. Drei, die den fränkischen, oder soll man besser sagen, den  Nürnberger Humor so perfekt verkörpern wie nur wenige andere fränkische Künstler. Gemeint  sind der Humorist Klaus Schamberger  (BR 1-„Gschmarri zum Wochenende“), der einstige BR-„Funk-Blauderer“ Egon Helmhagen und die fränkische Musik-Kabarett-Band „Die Peterlesboum“.  Sie alle brachte der FV Wendelstein, im Rahmen des „Jazz & Blues Open Wendelstein“ am 1. Mai auf die Bühne in der FV-Eventhalle. Die Zuschauer waren begeistert.

Zuschaue2Zuschauer2Zuschauer1

 

Hier der Pressebericht von ROBERT UNTERBURGER:

Riesengaudi am 1. Mai 15

in der gut besuchten FV-Eventhalle

In Nürnberg spricht man von „Drei in an Weckla“, in Wendelstein wurde „Dreimal frängisch g´lachd“. Egon Helmhagen, Klaus Schamberger und die fränkische Musik-Kabarett-Band „Die Peterlesboum Revival Band“ sorgten für eine Riesengaudi in der gut besuchten FV-Eventhalle – und das drei Stunden am Stück.

Alle drei zusammen vereint bei ein und derselben Veranstaltung, das gab es bislang noch nicht. Dem FV Wendelstein gelang die Kunst, die Humoristen zusammenzuführen. Für Egon Helmhagen und Klaus Schamberger war es ein umjubeltes Heimspiel und die Nürnberger Peterlesboum Revival Band hatte es nicht weit bis in die Noris. Man war sozusagen unter sich und konnte kräftig auf den Putz hauen, ohne dass man nicht fränkischen Zugereisten die fränkische Seele erklären musste.

Als erstes frotzelte „Gma-Diener“ Egon Helmhagen recht selbstironisch darüber, wie es so ist, wenn man älter und vergesslicher und die Rente kleiner wird. „Mein Konto ist inkontinent, des leffd aus“, jammert Rentner Helmhagen, „meine Frau gibt jetzt auf die Kinder von unserer Putzfrau Obacht.“ Und: „Ich bin in einem Alter, wo man statt drei Treppen drei Tabletten braucht.“ Zusammen mit seinem Sohn, der ihn am Klavier begleitete, beschwor Egon Helmhagen singend die alten Zeiten

Weil es neulich den ersten fränkischen „Tatort“ aus Nürnberg gab, schlug Egon Helmhagen neue Serientitel vor: „Die Sperbersloh Cops“ und „Der Bulle von Klaschwärzerla“. Dass sich Franken und Oberbayern nicht mögen, habe schon der Landtagsabgeordnete Josef Filser alias Ludwig Thoma anno dazumal geschrieben: „Der liebe Gott weiß alles, die Franken wissen es besser.“ Der Zwist der Altbayern mit den Franken gehe zurück bis in die Zeit der Völkerwanderung. „Hier endet Franken“, habe ein Schild angezeigt, „doch die Analphabeten liefen weiter...“

Markus Söder, so Helmhagen weiter, baue die Nürnberger Kaiserburg als seinen Regierungssitz aus. Und warum wird Lothar Matthäus nicht Trainer beim 1. FCN? Antwort: „Weil man Angst hat, dass er die Spieler so oft auswechselt wie seine Weiber.“

Der fränkische Dialekt habe durchaus Anklänge an die chinesische Sprache, behauptete Egon Helmhagen. So habe er erst neulich in einem Cafe´ einen Ober gehört, der einen Gast fragte: „Mengs an Koung?“ (Mögen Sie einen Kuchen?). Es werde allerhöchste Zeit, so der frühere BR- Funk-Plauderer weiter, dass Franken ein eigenes Bundesland wird, denn: „Frank´n is su schäi in der Kerschbambläih“ (Kirschbaumblüte).

Spezi“ Klaus Schamberger, den Yogo Pausch als „den Mann mit dem alkoholfreien Spitznamen“ ankündigte, präsentierte eine Reihe von scharfzüngigen Glossen, die beim Publikum regelrechte Lach-Stürme erzeugten. So setzte er sich mit dem „Ernst des Lebens“, sprich mit dem Schulanfang, auseinander und erzählte kopfschüttelnd, dass es heute Büchertaschen gibt, die 270 Euro kosten und mit MP3-Fächern und einem „Organizer-Fach“ ausgestattet sind. „Fräiers war alles auf gor kan Fall besser, höchstn´s schäiner, heid is alles besser und teurer und bläider“, lautete sein ernüchtertes Fazit.

Originell seine Geschichte über fränkische Befindlichkeiten. Der Franke liebt ja Verkleinerungsformen und setzt an Nomen die Verkleinerungsform „-la“. Ein gefundenes Fressen für Klaus Schamberger, der daraus eine Geschichte mit „Kniedla, Knöchla, Scheiferla und Kobberla“ zusammengebastelt hatte.

Deftig „und leicht politisch“ wurde es, als Klaus Schamberger Spott und Häme über das Durcheinander um die bayerischen Stromtrassen schüttete. „Der Seehofer hat einen Kurzen“, sagte er vieldeutig. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Und auch Ilse Aigner, „unsere bayerische Kopfschuss-Mathematikerin, die die Formel `zwei minus x` entwickelt hat“, kriegte kräftig ihr Fett weg. Schambergers Rat: „Bauen wir doch Sauerkraut-Kraftwerke, dann haben wir über zwölf Millionen Abgaskraftwerke mit Katalysator im Arsch!“

Eine der schärfsten Schamberger-Satiren ist die Geschichte, als in Erlangen für 19 Minuten der Strom ausgefallen ist, weil ein Greifvogel auf die Stromleitung „drauf geschissen“ hatte. Das Publikum tobte. Umwerfend auch sein Spott über „Hirn amputierte Eltern“, die ihren Kindern exotische Vornamen geben, die zum Lachen reizen.

In einer weiteren Geschichte karikierte Spezi Schamberger jene Oktoberfestbesucher, die Brauchtum mit Wadlstrümpfen und Lederhosen verwechseln und wo auf dem Hosentürl der Spruch prangt: „Ozapft is!“ Deftig derb auch Schambergers Geschichten vom Wild- und Wettpinkeln und von Stabreimen. Als Zugabe gab es die skurrilen Gespräche im Wartezimmer des Arztes, die der vom Hexenschuss geplagte Spezl belauscht hat.

Tosenden Applaus gab es auch für die Peterlesboum Revival Band. Die Herren sehen sich in der Tradition der Peterlesboum Willi Händel und Karl Vogt, deren Markenzeichen es ja war, bekannte Melodien mit fränkischen Texten zu singen. So wurde beispielsweise aus dem Lied der Comedian Harmonists „Ich wollt´ ich wär´ ein Huhn“ die Umdichtung: „Ich wollt´ ich wär´ beim Club und wär´ a braver Bub. Und wenn des mit dem Club nix werd´, dann geh´i halt nach Ferdd!“

Die fünf Herren – Yogo Pausch (Gesang, Schlagzeug, Perkussion), Conny Wagner (Gesang, Trompete), Uwe Kumolz (Gesang, Gitarre), Budde Thiem (Piano) und Norbert Meyer-Venus (Bass) – ließen es gehörig krachen. Ihr Humor war ansteckend und sie erwiesen sich als ideale musikalische Ergänzung des Herrenduos Helmhagen – Schamberger.

Peterlesboum1Peterlesboum2

Die Peterlesboum Revival Band

Schamerger1

Klaus Schamberger                                                 

Helmhagen3

  Egon Helmhagen mit seinem Sohn am Klavier

 

 

Button Tennishalle 

ichwillhelfen

 

Mitglied Button

kampfkunst v1